Slide background Unsere Leistungen:

Zusätzliche Betreuungs- und

Entlastungsleistungen für demente Patienten

Betreuungsleistung § 45 SGB XI:

Der Anspruch auf diese Leistungen kann auch ohne Anerkennung einer Pflegestufe gemäß SGB XI bestehen. Die Anspruchsberechtigung wird nach Eingang eines Antrags bei der Pflegekasse vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) geprüft. Besteht die entsprechende Krankheit oder Behinderung schon längere Zeit und ist dies der Pflegekasse bekannt, kann diese gegebenenfalls nach Aktenlage entscheiden.

Voraussetzungen:

Die Anspruchsvoraussetzungen werden anhand bestimmter Kriterien festgeschrieben (§ 45a Abs. 2 SGB XI):

  1. Unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches (Weglauftendenz);
  2. Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen;
  3. Unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell gefährdenden Substanzen;
  4. Tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation;
  5. Im situativen Kontext inadäquates Verhalten;
  6. Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen;
  7. Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression oder Angststörung;
  8. Störungen der höheren Hirnfunktionen (Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben;
  9. Störung des Tag/ Nacht Rhythmus;
  10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren;
  11. Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in Alltagssituationen;
  12.  Ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten;
  13. Zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression.

Die Alltagskompetenz ist erheblich eingeschränkt, wenn der Gutachter bei dem Pflegebedürftigen wenigstens in zwei Bereichen, davon mindestens einmal aus einem der Bereiche 1 bis 9, dauerhafte und regelmäßige Schädigungen oder Fähigkeitsstörungen feststellt.

  1. 104 € monatlich = 1248 € jährlich (Grundbetrag) bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz
  2. 208 € monatlich = 2496 € jährlich bei in erhöhtem Maße eingeschränkter Alltagskompetenz