Slide background Unsere Leistungen:

Grundpflege nach SGB XI

Unser fachlich kompetentes und einfühlsames Personal unterstützt Sie in der Pflege in dem von Ihnen gewünschten Umfang. Dies kann ein Besuch in der Woche als auch mehrere Besuche pro Tag umfassen.

HIlfe bei der Körperpflege

  • Hilfe beim An- und Auskleiden
  • Hilfe beim Waschen, Duschen, Baden bzw. auch Waschung im Bett
  • Inkontinenzversorgung
  • Hautpflege

Hilfe bei der Mobilität

  • Lagern
  • Transfers in den Rollstuhl, Sessel o.ä.
  • Hilfe beim Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung
  • Begleitung bei Aktivitäten

Hilfe bei der Ernährung

  • Zubereiten von Mahlzeiten
  • Hilfe bei der Nahrungsaufnahme

Hilfe beim Erhalt Ihrer Selbstständigkeit

  • Anleitung bei pflegerischen Tätigkeiten
  • Beratung (z.B. über Pflegehilfsmittel u.ä.)

Prophylaxen

  • Dekubitusprophylaxe
  • Kontrakturprophylaxe
  • Sturzprophylaxe
  • etc.

Was müssen Sie tun, um Pflegleistungen zu erhalten?

Die Voraussetzungen für die Anerkennung von Pflegebedürftigkeit und die damit verbundene Zuordnung einer Pflegestufe sind im Sozialgesetzbuch XI (Pflegeversicherungsgesetz) beschrieben.

  1. Sie stellen einen formlosen Antrag an Ihre Pflege- bzw. Krankenkasse. Nach einer kurzen Bearbeitungszeit meldet sich der Medizinische Dienst der Krankenversicherer (MDK) schriftlich zu einem Begutachtungstermin an. Der Gutachter ermittelt den täglichen Hilfebedarf anhand der Schilderungen des Pflegebedürftigen und der Pflegeperson und verschafft sich so einen persönlichen Eindruck der Pflegesituation.
    Sinnvoll ist es deshalb, das Pflegetagebuch eine Woche zu führen und dem Gutachter zur Verfügung zu stellen.
    Die Bewertung aller vorliegenden ärztlichen Befunde, der Aussagen der Pflegepersonen und ggf. des Pflegetagebuchs bilden die Grundlage für den Vorschlag zur Pflegeeinstufung.
  2. Vorbereitung auf den Begutachtungstermin Zu diesem Termin sollte die Pflegeperson bzw. der Pflegedienst anwesend sein. Ein Pflegetagebuch sollte zur Unterstützung der Begutachtung vorgelegt werden können. Hierbei werden folgende Kriterien durch den MDK begutachtet:
    1. Persönliche Situation
    2. Wohnsituation : erforderliche Hilfsmittel im Wohnbereich/ Bad, Pflegebett, Toilettenstuhl
    3. Hilfebedarf bei den täglichen Verrichtungen
    4. Hausbesuche durch den Hausarzt ( Wie oft?)
    5. welche Medikamente werden genommen (Medikamentenplan vorhalten)

Entsprechend des zeitlichen Hilfebedarfs erfolgt die Einstufung in eine Pflegestufe wie folgt:

  • Pflegestufe 0 täglicher Hilfebedarf < 90 Minuten, wenn eine erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz bescheinigt wird (§ 45a SGB XI); nähere Erklärungen, auch zu den zusätzlichen Betreuungsleistungen erhalten Sie hier
  • Pflegestufe 1 täglicher Hilfebedarf 90 Minuten, davon mindesten 46 Minuten aus zwei der drei Bereiche Körperpflege, Ernährung und Mobilität Hilfebedarf mindestens 1x täglich notwendig
  • Pflegestufe 2 täglicher Hilfebedarf 180 Minuten, davon mindestens 120 Minuten aus zwei der drei Bereiche Körperpflege, Ernährung und Mobilität Hilfebedarf mindestens 3x täglich notwendig
  • Pflegestufe 3 täglicher Hilfebedarf 300 Minuten täglich durch die Pflegeperson, davon mindestens 240 Minuten aus zwei der drei Bereiche Körper- pflege, Ernährung und Mobilität Hilfebedarf rund um die Uhr notwendig Härtefall täglicher Hilfebedarf 360 Minuten in den Bereichen Körperpflege, Ernährung und Mobilität, davon mindestens dreimal in der Nacht

Mehr zum Thema Kombinationsleistung, Sachleistung und Geldleistung finden Sie hier.

Sollten Sie als Versicherter mit dem Bescheid der Pflegekasse nicht einverstanden sein, haben Sie die Möglichkeit eines Widerspruchs. Jeder Versicherte, sein gesetzlicher Vertreter, der Bevollmächtigte, der Betreuer mit dem Aufgabenbereich Gesundheitsfürsorge und die pflegende Person im häuslichen Bereich kann einen Antrag stellen und das Gutachten anfordern. Er hat das Recht auf Einsicht nach SGB X § 25 Abs. 1.

Hinweis → Bei einem ablehnenden Bescheid der Pflegekasse achten Sie bitte auf den Rechtsbehelf, der ihnen den Widerspruch innerhalb der angegebenen Frist ermöglicht.

Deutliche Verbesserungen in der Pflege

Durch das Pflegestärkungsgesetz I wurden die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen spürbar ausgeweitet und die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen erhöht. Das Pflegestärkungsgesetz II bringt weitere Verbesserungen.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Verhinderungspflege

Ein Anspruch auf Verhinderungspflege hat jeder Pflegeversicherte der mindestens 6 Monate gepflegt wurde. Die Verhinderungspflege ist dafür eingerichtet worden, um der Pflegeperson eine Möglichkeit zu geben, sich für einige Tage im Jahr vertreten zu lassen. Dieses muss schriftlich beantragt werden und kann nach Bedarf bis zu 28 Tagen im Jahr in Anspruch genommen werden.

Der Anspruch kann zu Lasten des Kurzzeitpflegeanspruches um bis zu 14 Tage verlängert werden.

Beratungsbesuch § 37 Abs.3 SGB XI

Pflegebedürftige, die nur Pflegegeld beziehen, müssen bei Pflegestufe I und II halbjährlich, bei Pflegestufe III vierteljährlich einen Beratungsbesuch durch einen Pflegedienst abrufen. Pflegebedürftige, bei denen eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz nach §45a SGB XI festgestellt wurde, können ebenfalls halbjährlich Beratungsbesuche abfordern.

Wenn Sie uns mit diesem Beratungsbesuch beauftragen möchten, rufen Sie uns an und vereinbaren einen Termin. Eine Pflegefachkraft wird sich dann vor Ort für Sie Zeit nehmen und Ihre Fragen beantworten und kann Ihnen einige wichtige Hilfestellungen geben.
Die Kosten für die Beratungseinsätze werden von der Pflegekasse übernommen.